Giardien sind Einzeller
(Parasiten), die sich im Dünndarm ansiedeln
und Durchfälle verursachen. Man steht
vor einem fast unlösbaren Problem,
da der Durchfall oft sehr hartnäckig
sein kann. Bei längerem Befall findet
man auch Blut im Kot, da der Darm schon
sehr angegriffen wurde. Giardien können
sich in die Galle und in die Gallengänge
zurückziehen und eine Weile inaktiv
sein, die Katze ist wieder unauffällig.
Lässt man den Kot untersuchen, kann
der Test zeitweise auch bei Giardienbefall
negativ sein. Aus diesem Grunde sollten
Sie mindestens drei Mal einen Giardientest
durchführen lassen. Es besteht aber
auch die Möglichkeit diesen Test zu
Hause durchzuführen, wenn Sie sich
über das Internet den FASTest®
Giardia Strip bestellen.
Giardien können, wie auch viele andere
ungebetene Gäste, überall in unserer
Umgebung vorkommen. Dadurch ist es auch
möglich diese Parasiten mit den Schuhen
in die Wohnung einzuschleppen. Es reicht
auch schon verschmutztes Trinkwasser, denn
Giardien lieben ein feucht-warmes Milieu.
Trinkbrunnen sind nicht von Vorteil. Außerdem
ist man bei der Behandlung von Giardien
auch wieder davon abgekommen mit einem Dampfgerät
zu arbeiten. Im Moment sind die Zysten durch
die hohen Temperaturen von über 60
Grad vielleicht getötet, aber einige
überleben dann doch und fühlen
sich auf dem feuchten Kratzbaum erst richtig
wohl, schon kann der Kreislauf von vorne
beginnen.
Giardien verursachen Durchfälle, die
oft für den Laien nicht nachvollziehbar
sind. Der Durchfall kommt und geht. Die
Tiere sind gut drauf, fressen gut, nehmen
aber auch teilweise an Körpergewicht
ab. Der Geruch des Kotes ist oftmals "süss-sauer"und
von gelblicher Farbe. Vorwiegend sind junge
Tiere betroffen, da das Immunsystem noch
nicht vollständig ausgebildet ist.
Leider nimmt es immer mehr zu, dass auch
ältere Tiere betroffen sind. Oftmals
dauert es sehr lange bis die Ursache gefunden
wird. Giardien können auch auf den
Menschen beim Schmusen und Knuddeln übertragen
werden.
Mitunter gibt es auch Katzen, die keinerlei
Symptome zeigen, aber dennoch Ausscheider
der Zysten sind. Deshalb ist es besonders
wichtig alle Häufchen, wenn möglich,
sofort aus dem Katzenklo zu entfernen und
die Streu regelmäßig zu wechseln.
Bei Giardienbefall werden in der Regel spezielle
Antibiotika eingesetzt, die gegen diese
Parasiten wirksam sind. Normale Wurmmittel
greifen nicht. Hierbei wird der Tierarzt
in den meisten Fällen die Wirkstoffe
Metronidazol oder Panacur verabreichen.
Panacur ist für den Organismus wesentlich
schonender, allerdings ist es laut Beipackzettel
auf die Wurmbehandlung abgestimmt und würde
bei Giardien keinen Sinn haben. Deshalb
sollte das Mittel 5 Tage verabreicht werden
- 5 Tage Pause - und nochmals 5 Tage Eingabe,
dann 5 Wochen Pause und nun das letzte Mal
5 Tage Gabe. Um sicher zu gehen ob der Bestand
nun frei vom Giardienbefall ist, sollte
man nun den Kot untersuchen lassen.
Bei trächtigen Katzen sollte keine
Giardienbehandlung durchführt werden.
Wenn die Kätzchen stabil sind werden
sie mit der Mutterkatze gemeinsam wie oben
erwähnt behandelt und vertragen die
Behandlung recht gut.
Alternativ bietet sich eine Behandlung
mit Spartrix Tabletten an. Hier bei handelt
es sich um ein Mittel zur Behandlung von
Tauben. Es werden pro kg Körpergewicht
2 Tabletten einmalig eingegeben. Das bedeutet
bei einer Katze, die 5 kg wiegt, müssen
mit einem Mal 10 Tabletten eingegeben werden.
Die Katzen vertragen diese Behandlung recht
gut und es führt fast immer zum Erfolg.
Weiterhin gibt es die Möglichkeit
mit homöopathischen Mitteln zu arbeiten.
Es ist weitaus schonender für die Katze,
bedeutet aber die strikte konsequente Einhaltung
der Dosierungsvorschriften über mehrere
Wochen. Hierbei handelt es sich um Crystalle
die nur über einen privaten Anbieter
zu beziehen sind.
Ganz wichtig ist es in der Zeit der Giardienbehandlung
auf Trockenfutter, gleich welcher Art, komplett
zu verzichten. Giardien lieben Kohlehydrate
und werden in ihrem Wachstum durch Trockenfutter
noch unterstützt. Am besten es wird
öfter rohes Fleisch gefüttert
im Wechsel mit Dosenfutter. Falls Sie mehr
als 40% BARF (rohes Fleisch) füttern,
müssen Sie unbedingt sublimentieren.
Vermeiden Sie bitte Trinkbrunnen, denn hier
wird den Giardien ein angenehmes Milieu
zu ihrer Vermehrung angeboten. Bitte geben
Sie täglich frisches Wasser in einem
gereinigten Porzellanschälchen.
Die mehrmalige tägliche Reinigung der
Katzentoiletten und Umgebung muß in
dieser Zeit unbedingt konsequent eingehalten
werden. Die Katzentoiletten sollte man 1
x täglich mit Klorix heiß auswaschen;
oder aber mit einem OZON Strahler desinfizieren.
Das OZON Gerät hat sich schon bei Schimmelpilzbefall,
Microsporum canis und anderen Krankheiten,
die durch Viren oder Bakterien entstehen,
bewährt. Ein OZON Strahler kann man
käuflich erwerben. Ein Leihgerät
kann auch zur Verfügung gestellt werden.

Es war in der Vergangenheit oft angeraten,
bei Giardienbefall die ganze Umgebung mit
einem Dampfreiniger zu behandeln. Inzwischen
gibt es die Möglichkeit ein OZON Gerät
zur Desinfektion der Umgebung einzusetzen.
Es hat sich ebenfalls bewährt alle
Katzentoiletten in einen Raum zu stellen
und das OZON Gerät ca. 3 Stunden laufen
zu lassen.
Geben Sie nach Ende der Behandlung Kotproben
bei Ihrem Tierarzt ab und lassen diese untersuchen,
bzw. führen selbst wie oben erwähnt
einen Giardienschnelltest durch. Ihre Katzen
werden wieder frei von Giardien, wenn Sie
alles genau bei den Hygienemaßnahmen,
der Medikamentenbehandlung und der Fütterung
beachtet haben. Nach Ende der Behandlung
sollten Sie Ihr Augenmerk auf die Darmsanierung
der erkrankten Katzen richten - Symbio pet
hat sich bestens bewährt. Es gibt natürlich
noch andere Ergänzungsfuttermittel,
fragen Sie dazu Ihren Tierarzt.
Für weitere Fragen stehe ich Ihnen
gerne zur Verfügung unter 03671/523111
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