Hallo und ein ganz
herzliches Miau, wir sind die Stubentiger
Cuschel und Catweazle.
Kommen wir zunächst erst einmal zu
mir, ich heiße Catweazle und bin das
eigentliche Familienoberhaupt. So viel steht
auf jeden Fall fest,denn mein Schwesterchen
Cuschel wiegt schon mal zwei Kilo weniger
als ich. Außerdem hätte ich die
Möglichkeit mich als Waschbären
auszugeben wenn ich mal keine Lust mehr
hätte ein Kater zu sein. Als solcher
muß man natürlich in einer Familie,
wo drei Katzen leben die Übersicht
behalten. Das ist ganz wichtig, denn die
anderen beiden sind Mädels, das selbstverständlich
schwache Geschlecht!
So muß ich dringend wenn es bei meinen
menschlichen Bewohnern an der Haustür
klingelt, aus Sicherheitsgünden für
mindestens zwei Stunden unter dem Tisch
verschwinden. Von da aus lassen sich diese
Eindringlinge erst einmal in Ruhe observieren,
sollen die doch erst meine weiblichen Verwandten
betatschen.
Das ist doch unfaßbar, meine Schwester
Cuschel und Stiefschwester Furzi sind doch
sowas von naiv. Lassen sich von den Fremdlingen
kraulen und sogar auf den Arm nehmen. Aber
das kommt bei mir gar nicht in die Tüte,
und wenn sie noch so neugierig unter meinen
Tisch gaffen. Ich warte also erst mal ab,kommt
Zeit kommt Rat. Sollte man mir allerdings
was leckeres zu fressen oder ein spannendes
Spielzeug mitgebracht haben, werde ich mal
kurz unter der Tischdecke vorgucken. Ja
Ihr lieben Katzenfreunde, Vorsicht ist die
Mutter der Porzellankiste.
Ganz anders bin ich drauf wenn wir nicht
belästigt werden, da bin ich der Chef
im Ring und lasse männliche Autorität
walten. Da muß ich doch im Ernst erst
meine Weiber dazuholen wenn unsere Futterkäufer
in der Küche auf dem Herd leckere Bratkartoffeln
zum auskühlen stehen lassen. Um mein
langweiliges Futter mit wichtigen Vitaminen
und Mineralien zu ergänzen habe ich
mich über diese, zart nach Schinken
duftende Speise gemacht. In dem fettigen
Küchengerät namens Pfanne ließ
es sich bestens fressen, mit den Pfoten
darin spielen und nach üppiger Mahlzeit
die Küchenmöbel versauen. Da ist
so eine glänzende Edelstahlspüle,
ganz verlockend da meine Tatzen zu hinterlassen.
Und endlich haben's meine Mädels auch
begriffen daß das Spaß macht.
Allerdings konnte ich die darauffolgende
Zeterei überhaupt nicht verstehen,
es ließ sich sooo schön buddeln.
Kommen wir zunächst mal zu meiner zarten
Schwester,Gott wußte genau warum sie
diesen Namen bekommen hat. Nee,nee, so eine
anhängliche Klette. Wenn sie mal nicht
im Mittelpunkt steht (dieser Part gehört
nämlich mir!) schreit sie laut herum
bis sie ihren Willen bekommt. Und das ständig!
Dabei komme ich selbstverständlich
zu kurz was absolut nicht vertretbar ist.
Also schreie ich mit und gebe sonstige passende
Kommentare von mir. Die holde Weiblichkeit
wird heutzutage immer bevorzugt, scheiß
Emanzipation, im Mittelalter war der Mann
wenigsens noch was wert. Und die sind auch
noch zu zweit, meine Stiefschwester Furzi
macht sich auch ab und zu bemerkbar, nur
gut daß sie die Gardinen zum Großteil
auf dem Gewissen hat, ich war das nämlich
nicht!
Dafür liebe ich mein Herrchen so schrecklich,
daß ich ab und zu vor Wollust an ihm
rumknabbern muß. Dabei räkel
ich mich auf dem Schreibtisch und lenke
damit die Aufmerksamkeit auf mich, mögen
die Weiber noch so meckern. Als Kavalier
lasse ich aber Cuschel auch ein Stückchen
Platz, wobei ich da bei meiner Größe
und bescheidenem Gewicht Einschränkungen
in Kauf nehmen muß.
Aber wozu sind Freunde da?
Für heute mag ich aber nix mehr erzählen,
ich lege mich erst mal auf's Sofa.
Höchste Zeit sich den Bauch krabbeln
zu lassen.
Wenn Ihr noch mehr von uns wissen wollt
dann schreibt mir, ich bin jetzt erschöpft
und muß neue Kräft sammeln für
den nächsten Unfug.
Eure drei Norweger Catweazle, Cuschel und
Furzi (letztere heißt eigentlich Annemarie,
aber sie ist klein wie ein Fürzchen...)

halli
hallo,
hier
kommen die neuesten nachrichten von mir,
dem kleinen unhold namens
furzi. (kommt aus furz in der laterne!)
ich melde gehorsamst daß ich heute,
nach dem ich ausgiebig ausgeschlafen
hatte, meine morgentliche exkursion durch
das haus startete. dabei den
wohnzimmerläufer in ein unkenntliches
knäuel verwurschtelt, und mutti's
edelstahlspüle (die mindestens 3 mal
täglich poliert werden muß) mit
meinen
tapsen verziert habe. dann habe ich meinen
wassernapf herumgeschubst damit
der teppich mal ordenlich eingeweicht wird.
einer muß ja in diesem haushalt
putzen!
bei ein paar blicken aus dem fenster mußte
ich erst einmal kundtun daß diese
piepmatzen im garten evtl. recht lecker
schmecken könnten, aber meine großen
zweibeiner lassen mich ja nicht raus um
dies zu erforschen. ein hartes
katzenleben...

na gut, wenn ich das nicht darf muß
ich mir eben abwechslung suchen. da sind
so schöne tapeten an der wand, macht
ein mordspäßle diese stück
für stück
abzukratzen und die fetzen im haus zu verteilen.
das reizt ungemein und alle
freuen sich mit mir.
dann haben sie mich allen ernstes heute
mittag 2 stunden wegen eine
fadenscheinigen ausrede allein gelassen,
wollten einkaufen gehen. ich frage
mich für was. wir haben einen großen
sack katzenfutter, und außerdem können
die sich doch auch ein fell wachsen lassen.
da brauchen sie sich keine
teuren klamotten mehr kaufen.
aber nach dieser zwangspause hab ich mal
so richtig aufgedreht und bin in
einem affenzahn durch die bude gerannt.
leider konnte ich in der stube nicht
mehr bremsen und bin vor übermut auf
den tisch gesprungen. es hat nur
bißchen gescheppert da der weihnachtskranz
und mutti's mühsam gebastelte
deko zum opfer gefallen sind. ich habe nur
verständnislos zugeschaut wie
alles wieder zusammengefummelt wurde. es
steht zwar wieder, aber morgen ist
ja auch wieder ein tag!
so, nun bin ich in mein couchnest gekrabbelt
und werde mein wohlverdientes
schläfchen machen. der tag war anstrengend.
meine erschöpfung ist mit doch
anzusehen oder?
dies
hier schrieb mein zweipfotiges frauchen
und läßt lieb grüßen!!!
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